FAQ - häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über Meerschweinchen

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Oder suchen Sie einfach noch eine 2. Meinung? Dann kann ich nur die FAQ der DMSL (Deutsche Meerschweinchen Liste) empfehlen.

Dort findet man die meistgestellten Fragen in der DMSL mit allem Wissenswerten über Krankheiten, Verhalten und Haltung. Zusätzlich erhält man dort Rassetipps und Tipps zur Homöopathie.


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Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 25.11.2007 Copyright AH


















































Wissenswertes nach der Anschaffung

Der Heimtransport

Für den Heimtransport setzt der Verkäufer das Meerschweinchen gewöhnlich in einen Behälter aus Pappe.

Kaufen sie auch gleich einen Transportbehälter dazu, damit sie die Tiere sicher heim bringen können. Erstens können sie die Tiere dann auch bequem zum Tierarzt transportieren außerdem werden sie den Kartonbehälter nicht durchfressen.

Am besten nehmen sie einen Teil der Einstreu des bisherigen Käfigs mit, damit sich die Tiere sicherer fühlen. Bringen sie die Tiere so schnell wie möglich in ihr neues Heim.

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Die ersten Tage zuhause

Der Käfig sollte bereits fertig ausgestattet sein, mit Heu, Wasser, Futter, vielleicht auch einem Stück Karotte.

Am besten stellen sie jetzt den Transportbehälter in den Käfig und öffnen ihn.
Lassen sie das Tier selbst entscheiden, wann es sein neues Domizil betreten will.

Das Meerschweinchen wird natürlich noch sehr verschreckt sein, und sich die ersten Stunden nicht blicken lassen, das ist ganz normal. Wenn es sich an die Geräusche, den Wohnungswechsel, den neuen Käfig gewöhnt hat, wird es sich wahrscheinlich wieder ganz langsam hervortrauen und den Käfig erkunden.

Wenn sie sich während dieser Zeit ganz still verhalten werden sie beobachten können, wie sich das Schweinchen mit seinem neuen Käfig vertraut macht und auch Duftmarken setzt. Es wird auch leise Töne von sich geben und sich bei der geringsten Störung wieder in ein Versteck zurückziehen.

Stören sie bitte die Nager nicht während sie Schlafen, Fressen oder aufs Klo gehen.

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Kennenlernen

Fühlt sich das Meerschweinchen sicher, hat es bereits den Käfig genauestens untersucht, gefressen, ausgiebig getrunken und ist auch der Körperpflege nachgegangen.
Wenn es einen entspannten Eindruck macht, können sie damit beginnen Kontakt aufzunehmen, am besten beschränken sie diesen zuerst einmal nur auf das Futter. Der Nager wird schnuppern, es muss sich ja an den Geruch der Hand gewöhnen. Hatten die Tiere davor kaum etwas mit dem Menschen zu tun, wird es natürlich länger scheu bleiben.

Haben sie Geduld und zwingen sie es zu nichts, lassen sie ihm soviel Zeit wie es braucht, irgendwann wird es Vertrauen zu ihnen haben.

Um den natürlichen Geruch ihrer Hand zu behalten, sollten sie sich die Hände ohne Seife waschen vielleicht auch etwas Futter oder Einstreu in ihren Händen reiben (vertrauter Geruch). Sie sollten sich dem Meerschweinchenheim auch leise sprechend und langsam nähern, so können sich die Tiere an ihre Stimme gewöhnen. Außerdem sollten sie beachten, nicht von oben mit der Hand zu kommen, sondern immer in Augenhöhe. Raubvögel kommen von oben, deshalb werden sie auch von ihrer Hand Angst haben und mit Flucht und Verkriechen reagieren.

Wenn sie sich richtig verhalten, wird das Schweinchen nach wenigen Tagen deutlich neugieriger sein, es wird seine Behausung verlassen, um mal nachzusehen ob es was gutes zu fressen gibt. Kurz darauf wird die Hand beschnuppert die das Futter reicht und das Futter wird dann auch schon mit quieken eingefordert. Je nach Meerschweinchen kann das Füttern mit der Hand über zärtliches Streicheln bis zum Hochnehmen mehrere Tagen als auch mehre Wochen dauern. Also ist Geduld angesagt!

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Das Meerschweinchen sicher hochnehmen und tragen

Natürlich ist es ganz wichtig, das zerbrechliche Tierchen nicht zu fest aber dennoch sicher zu halten. Leicht können sich die Nager erschrecken und springen dann aus luftiger Höhe ohne Rücksicht auf Verluste zu Boden!

Am besten nimmt man ein Schweinchen so, das man während des Streichelns von der Seite kommen und mit der Hand zwischen die Vorderbeinchen gehen. Aber Achtung nicht zu fest zudrücken, damit keine Rippen gebrochen werden. Beim Hochheben stützt man sofort mit der anderen Hand das Hinterteil. Dann kann man die Schweinchen gut in die Armbeuge legen. Natürlich muss auch dann aufgepasst werden, das daß Schweinchen nicht stürzt, am besten bleibt dazu eine Hand locker auf dem Meerschweinchenkörper liegen und streichelt es. Völlig falsch wäre es ein Meerschweinchen nur an den Vorderpfoten hochzuheben oder gar am Nackenfell zu nehmen.

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Beschäftigung für das Meerschweinchen

Ein Meerschweinchen das unterbeschäftigt ist, reagiert manchmal mit Verhaltensstörungen. Abwechslungsreiche Umgebung, vielfältige Beschäftigungsreize machen Meerschweinchen lebhafter, gesünder und anhänglicher.

Einen Abenteuerspielplatz kann man auch mit wenig Platz und relativ preisgünstig gestalten. Wenn man die natürliche Umgebung als Vorbild nimmt, kann man sich einige Ideen abschauen.

Ein paar breite Wurzeln, unbehandelte Holzstücke, Korkeichen und Tonröhren, Steine, Ziegel sowie ein paar Unterkünfte zum Verstecken machen den Meerschweinchen viel Spaß. Ein Häuschen mit einem flachen Dach und eine Rampe vervollständigen den Spielplatz

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Auslauf

Der Auslauf soll den Schweinchen Spaß machen und macht so ganz nebenbei auch fit, eine gute Kombination wie ich finde. Sobald das Meerschweinchen handzahm ist, d. h. Futter aus der Hand nimmt, sich streicheln lässt, ist es Zeit, für den ersten Auslauf. Ein regelmäßiger Auslauf ist sehr wichtig, damit die Nager ihren starken Bewegungsdrang reichlich ausleben können. Ohne "Unterhaltung" werden die Meerschweinchen fett, träge und auch krankheitsanfällig. Spaß macht auf jeden Fall z. B. ein Hindernislauf, Leckerbissen suchen und durch Höhlen kriechen.

Auf jeden Fall müssen die Meerschweinchen während des Freiganges unbedingt pausenlos beaufsichtigt werden. Wenn die Nager genug Bewegung hatten, werden sie allein in ihr trautes Heim finden. Jeder Auslauf bringt ein paar Gefahren mit sich, die bereits vor dem Auslauf beseitigt werden sollten.

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Die Sprache der Meerschweinchen

Meerschweinchen sind Rudeltiere, die gerne miteinander rumtollen oder sich dicht gedrängt aneinander kuscheln. Zu kleineren Streitereien kommt es dabei nur selten, da sie sich durch eine ganz bestimmte Körper- und Lautsprache miteinander verständigen.

Damit sich Ihr Meerschweinchen bei Ihnen wohl fühlt, besonders wenn es keine Artgenossen zur Unterhaltung hat, ist es wichtig, dass Sie verstehen, was Ihr Schützling Ihnen sagen möchte.

Grunzen
Werden Sie von Ihrem Meerschweinchen angegrunzt, dann freut es sich Sie zu sehen und begrüßt Sie. Auch Meerschweinchen untereinander sagen sich so freundlich grunzend "Hallo", während sie sich Nase an Nase beschnuppern.

Glucksen
Ein glucksendes Meerschweinchen ist ein zufriedenes Meerschweinchen, manchmal zeigt es seine Freude noch zusätzlich durch lustige Bocksprünge. Unser Punky springt dann in die Luft und dreht sich dabei 180° um seine eigene Achse! Wirklich drollig :-)

Quieken
Bei uns reicht das Rascheln einer Plastiktüte um lautes Quieken von unseren Meerschweinchen zu hören! Übersetzen kann man das wohl mit "Wir verhungern!!!" oder "Wir wollen SOFORT unser Essen!!!" ;-)
Dann gibt es auch kein zurück mehr, man muss den kleinen Schleckermäulchen was zu essen geben!
So werden übrigens ausschließlich Menschen angebettelt!

Fiepen
Meerschweinchen, die jämmerlich fiepen, fühlen sich verlassen oder haben Angst. Dies ist auch der erste Laut, den ein kleines Meerschweinchen beherrscht. Sobald sich das Kleine mulmig fühlt, z.B. weil Mutter und Geschwister plötzlich außer Sichtweite sind, macht es so auf sich aufmerksam.

Zähneklappern
Wenn ein Meerschweinchen mit den Zähnen klappert, dann hat es in der Regel große Angst. Zähneklappern ist häufig bei Auseinandersetzungen mit Artgenossen zu bemerken oder auch bei plötzlich auftretenden ungewöhnlichen Geräuschen oder hektischen Bewegungen.

Zirpen        zum anhören auf den Pfeil klicken
Das Wort "Zirpen" ist der wissenschaftliche Ausdruck, "Vogelgezwitscher" sagen viele in der Umgangssprache dazu. Viele Meerschweinchenbesitzer werden diese Laute schon einmal gehört haben. Sie sind ganz anders, als die sonstigen Äußerungen. Es hört sich wirklich an, als würde ein Vogel zwitschern.
Das Zirpen kann sehr laut sein und lange andauern. Fast meint man, die Meerschweinchen würden "singen". Das Problem ist meist, dass man die Laute nicht lokalisieren kann, da alle Meerschweinchen ruhig sitzen und sich nicht bewegen, auch das Zirpende.

Das Zirpen tritt vor allem dann auf, wenn ein Tier sozial überfordert ist, d.h. mit einer bestimmten sozialen Situation nicht richtig klarkommt. Insgesamt ist das Zirpen nur sehr selten zu hören und es tritt nie bei Einsetzen des Ereignisses auf, sondern oft erst Minuten später.

Derjenige, der bei seinen Meerschweinchen das Zirpen so gut wie nie zu hören bekommt, kann wohl beruhigt sein. Seine Meerschweinchen stehen offenbar nicht so sehr unter Stress und brauchen nicht zu zirpen, um ihren Stress abzubauen.

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Meerschweinchen findet man bei www.meerschwein.de Update: 25.11.2007 Copyright AH